Sport und Bewegung in der Schwangerschaft
30. August 2010 von JanineL

Foto: Flickr / Ron Sombilon Gallery
Sie sind schwanger und sehnen sich nach etwas Bewegung? Doch Sie wissen nicht so genau, was richtig und was falsch ist? Als Faustregel gilt: Wenn die Mutter sich wohl fühlt, profitiert das Baby. So sollten die neun Monate möglichst bewusst und natürlich begangen werden. Die richtige Bewegung gilt hier als A und O.
Sportliche Betätigung
Körperliche Aktivität sorgt im Regelfall zunächst allgemein für gute Laune und Selbstwertgefühl. Die Bewegung ist für Mutter und Kind ein wichtiger Faktor, denn der Kreislauf wird angeregt und eventuelle spätere Probleme an Beinen und Venen werden verringert. Muskeln können gekräftigt werden und eventuellen Rückenschmerzen vorgebeugt. Wer gerne mit anderen werdenden Müttern ein wenig für seine Gesundheit sorgen möchte, kann speziell erprobte Schwangerschaftsgymnastik-Stunden in Anspruch nehmen. Auch Walking, Yoga und Pilates unter fachkundiger Führung bringen neben dem Gesundheitsfaktor viel Spaß, und regelmäßige Spaziergänge, Schwimmen und weiterer Sport in Maßen tragen das ihre dazu bei, die Schwangerschaft ein wenig zu erleichtern.
Pilates
Nicht erst seit Madonna es ausübt, gilt Pilates als eine weltweit anerkannte Trainingsmethode, bei der eine Mischung aus Dehn- und Kräftigungsübungen vollzogen wird. Gezielt werden so die Muskeln gestärkt, die Haltung verbessert und das Gleichgewicht erhöht. Pilates dient dazu, einen gesunden Körper zu schaffen, aber auch seelisch zu entspannen – und genau das ist es, was Schwangere in besonders hohem Maße benötigen. Die Übungen werden einfach auf Matten ausgeführt, es wird keine spezielle Sportbekleidung verlangt. Angebracht sind angenehm zu tragende Leggins oder Shirts, die weich fallen und nicht einengen. Bekannt ist die populäre Gymnastik aufgrund ihrer einzigartigen „Powerhouse“ Energie, die von innen nach außen fließt. Hierdurch soll ein Fundament gebildet werden, das den Alltag mit positiver Wirkung beeinflusst. Es werden keine ruckartigen Bewegungen durchgeführt, die der Mutter schaden könnten, sie sind eher dynamisch und verhalten. Als ganz wichtig – auch für die Geburtsvorbereitung – erweist sich hier das richtige Atmen. Die Gymnastik sollte aufgrund ihrer speziellen Eigenheiten von einem Pilates- Lehrer kontrolliert und mit voller Konzentration ausgeführt werden. Spürt man Schmerzen oder tut etwas weh, ist die Übung sofort abzubrechen. Es geht hier nicht um Wettbewerb, sondern um das Wohlergehen von Mutter und Kind.
Was sollte vermieden werden?
Sportarten wie Reiten, Geräteturnen, Volleyball, Badminton, Basketball, Skaten, Schlittschuhlaufen, Kampfsportarten und auch sonstige Aktivitäten, bei denen die Unfallgefahr zu hoch ist und bei denen abrupte Bewegungsabläufe verlangt werden, sind schwangeren Frauen nicht zu empfehlen. Medizinisch gesehen, können allerdings einige Sportarten, so wie Tennis und Joggen beispielsweise, in abgeschwächter Form fortgesetzt werden. Allerdings sollte die werdende Mutter unbedingt ganz bewusst ihre Körpersignale beachten und notfalls rechtzeitig auf andere Bewegungsarten umsteigen. Wettkämpfe sollten ein absolutes Tabu sein, denn Stürze können Fehl- oder Frühgeburten herbeiführen.
Als Fazit lässt sich festhalten: Bewegung tut gut, solange sie nicht in Extremform betrieben wird. Wird nun noch auf die entsprechende gesunde Ernährung geachtet, dann ist Ausgeglichenheit so gut wie garantiert. So kann das Baby kommen!
