‘Baby On Tour’ mit dem richtigen Fahrradkindersitz
4. August 2010 von JanineL
Im Sommer ist es jedes Mal wieder eine große Freude, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren. Strecken, die ansonsten mit Auto, Bus oder Bahn zurückgelegt werden müssen, sind in der warmen Jahreszeit ein willkommener Anlass für ein wenig Bewegung und dafür, sich und dem Kind im passenden Fahrradsitz den Wind um die Nase wehen zu lassen. Auch wer lieber gemächlich und nicht übertrieben schnell fährt, wird bald bemerken, dass das Fahrrad dabei in vielen Fällen sogar Zeit erspart – beispielsweise, wenn die ganz Kleinen im passenden Kinderfahrradsitz mit zum Einkaufen genommen oder zur Babyrunde morgens in den Kindergarten gebracht werden.
Dass Eltern ihren Nachwuchs auf dem Fahrrad mitnehmen wollen, ist nur verständlich – abgesehen von stressfreiem Transport ohne Staugefahr, kann das neugierige Baby hier während der gesamten Fahrt viel Neues entdecken. Und damit auch die Sicherheit gewährleistet ist, findet sich glücklicherweise schon seit Jahren eine immer größere Auswahl an Fahrradkindersitzen. Mit ihnen kann das Baby sich wie auf einer Reise fühlen, ebenfalls eine Brise Fahrtwind einatmen und einen neuen Blick auf die Umgebung genießen.
In der Regel können die Kindersitze entweder vor dem Lenker oder zwischen Lenker und Fahrer angebracht werden. Diese sind allerdings ausschließlich für Kinder bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm zugelassen, Sitze auf dem Gepäckträger können hingegen Gewichte von bis zu 25 Kilogramm tragen. Wie bei den Kindersitzen fürs Auto, muss allerdings auch beim Fahrradkindersitz zuerst auf die Sicherheit und die Qualität der Produkte geachtet werden. Generell gilt dabei, dass Schalensitze mit einer komfortablen Lehne für den Rücken und verstellbaren Fußstützen den höchsten Schutz vor Verletzungen bieten.
Aufgepasst: Mehr Geld ist nicht gleich mehr Sicherheit
Jüngere Tests haben gezeigt, dass bei Fahrradkindersitzen nicht unbedingt gilt, dass mehr Geld auszugeben gleichzeitig mehr Sicherheit gewährt. Wer beim Shopping die richtige Wahl treffen will, kann schon für ca. 50 Euro den richtigen Sitz finden. Untersuchungen haben des Weiteren ergeben, dass etwa eine halbe Millionen Kindersitze jährlich über dem Hinterrad angebracht werden. Damit ist diese Variante um einiges beliebter als die Installation an der Lenkerstange – auch, wenn das Kind noch so klein ist, dass es vorne sitzen dürfte. Als Gründe lassen sich beispielsweise höhere Stützungen für Kopf und Rücken bei Hecksitzen angeben oder die freie Sicht des Fahrers.
Der vordere Sitz für Kinder bis 15 Kg bietet hingegen den Vorzug, dass die Schwerpunktlage besonders gut ausgerichtet ist und der Fahrer über problemlosen Blick- als auch Sprechkontakt mit dem Kleinen verfügt. Wenn der Kindersitz dazu so angebracht wird, dass das Kind die Blickrichtung nach vorne hat, kann es den Verkehr beobachten und ist somit ausreichend abgelenkt. Der große Nachteil besteht hier allerdings darin, dass das Kind bei einem möglichen Unfall relativ ungeschützt ist. Zudem ist es stärker ungemütlichen Wind- und Wetterbedingungen ausgesetzt und kann sich dadurch leichter erkälten. Als Faustregel gilt deswegen: Vorne Sitzen nur bei kurzen Strecken. Für welches Modell Sie sich auch entscheiden mögen und ab welchem Alter Sie ihr Baby mit auf den Drahtesel setzen: Einer entspannten sommerlichen Fahrradfahrt steht sicher nichts im Wege!

