Wenn das Baby baden geht
2. August 2010 von JanineL
Schon ab der sechsten Lebenswoche kann der nasse Spaß losgehen! Dank ihrem angeborenen Tauchreflex, können Säuglinge sich mit Hilfe der Eltern schon sehr früh gekonnt durch das Wasser schlängeln. Ob das schon Schwimmen genannt wird oder nicht, ist dabei weniger wichtig als die Tatsache, dass die Bewegung im Wasser die Muskulatur aktiviert und dadurch schon früh Stabilisierung und Koordination im Nervensystem fördert. Entspannung und längerer Baby-Schlaf sind die angenehmen Folgen, wenn das Baby baden geht.
Wie so viel Revolutionäres in der Erziehung von Kindern, ist das Babyschwimmen in der Mitte der 1970er-Jahre in Mode gekommen. „Ungeborene wachsen ja auch in flüssiger Umgebung auf“ war damals die Logik, die dazu führte, die kleinen Schwimmer auch in größere Swimmingpools mitzunehmen. Im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile so gut wie überall dort, wo Wassergymnastik angeboten wird, auch Babyschwimmen als Service für den Nachwuchs.
Sensibilität vorm Sprung ins warme Nass
Bevor Sie mit Ihrem Baby im nassen Element auf Erkundungstour gehen, sollten allerdings einige Aspekte beachtet werden. So sollte das Beckenwasser unbedingt Trinkwasserqualität sowie eine Temperatur zwischen 32 und 34 Grad Celsius aufweisen. Babys mögen zu Recht keine Kälte, und die Faustregel lautet: Je jünger, desto wärmer.
„Babyschwimmen? Das ja wie Chinesisch Kurse im Kindergarten!“, beklagen sich immer wieder Kritiker, die es für einen Ausdruck von überzogenem Ehrgeiz der Eltern halten, wenn sie ihre Säuglinge in Schwimmkurse geben. Wie so vieles, ist es Ansichtssache der Eltern und Sensibilität für die Entwicklung und die Gesundheit des Nachwuchses mit Sicherheit auch in dieser Angelegenheit empfehlenswert.
Aber auch wenn die Kleinen größer werden, vor der Einschulung stehen und teilweise schon mit ihren eigenen Wasserspielzeugen in das erfrischende Nass springen können, ist Vorsicht geboten. Wie neuere Studien belegten, sollte beim Kauf von Luftmatratzen, Schwimmflügeln, Enten und Krokodilen aus Plastik darauf geachtet werden, dass das Spielzeug den Qualitätsanforderungen der jungen Benutzer entspricht. Können zum Beispiel Ventile verschluckt werden oder bieten scharfe Kanten hohe Verletzungsgefahr, ist vom Kauf dringen abzuraten. Da bei diesen Produkten unbedingt auf das Qualitätssiegel geachtet werden sollte, vertrauen Sie dem Fachmann und achten Sie auf das Symbol für geprüfte Sicherheit, das auf Schwimmflügel oder Schwimmgurt aufgedruckt sein sollte. Es garantiert, dass keine Weichmacher im Wasserspielzeug enthalten sind.
Doch haben Sie all diese Erwägungen angestellt und begeben sich mit Ihrem Kind ins Schwimmbad, dann viel Spaß beim gemeinsamen Plantschen!

