Gesund und munter durch die Schwangerschaft
10. August 2010 von JanineL

Foto: Flickr / iwona_kellie
Wer ein Baby erwartet, isst für zwei. So einfach und so schwer ist das. Die Verwandlungen von Ketten- zu militanten Nichtrauchern, von Fastfoodliebhabern zu ausgewiesenen Bio-Fans sind teilweise dramatisch, aber wenig verwunderlich. Wenn plötzlich klar wird, dass Nachwuchs ansteht, entscheiden sich viele Mütter schlagartig dazu, ihren Lebenswandel radikal zu ändern – für ihr eigenes Wohl, aber vor allem, damit das Baby schon im Mutterbauch gut ernährt wird.
„Do’s & Don’ts“ bei der Ernährung für Mutter und Kind
Dass die richtige Ernährung in der Schwangerschaft auch eine zentrale Rolle für die Gesundheit des Babys spielt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. „Gesund“ muss in den meisten Fällen gar keine radikale Umstellung bedeuten, aber natürlich sollten Schwangere beachten, dass ihr Bedarf an wichtigen Nährstoffen bedeutend ansteigt. Pro Tag benötigt eine schwangere Frau in der Regel mindestens 250 Kalorien mehr als zuvor. Bei unterschiedlichen Lebensmitteln sind zudem besondere Hinweise beachtenswert, während der Babybauch einen immer größeren Umfang erreicht.
Obst und Gemüse
Frisches, gut gewaschenes oder geschältes Obst, ist grundsätzlich eine Empfehlung wert. Ein Fruchtkorb ist deswegen immer eine gute Idee und oftmals verspürt die Frau auch Appetit auf die gesunden Zwischenmahlzeiten. Salate oder Säfte können ebenfalls daraus zubereitet werden, möchte man es nicht bei Rohkost belassen. Die vielen Nährstoffe und Vitamine stellen sicher, dass die Gesundheit und das Wohlergehen von Mutter und Kind unterstützt werden. Ähnliches gilt übrigens auch bei der Zubereitung von Babybrei. Allerdings ist für Schwangere dieses gekochte Obst oder Gemüse in Form von Kompott, Mus oder Marmelade dagegen weniger empfehlenswert, da es im schlimmsten Fall eine Lebensmittelinfektion nach sich ziehen könnte.
Getreideprodukte
Bei Brot und anderen Backwaren sollte die zukünftige Mutter grundsätzlich genügend Vollkornprodukte zu sich nehmen, aber keineswegs ausschließlich. Damit die Tätigkeit des Darm nicht beeinträchtigt wird, können auch ein bis zwei Mal in der Woche Weißbrot und Brötchen gegessen werden. Letztere sind auf Dauer wiederum nicht zu empfehlen, genauso wenig wie Frischkornmüsli, zu dem aufgrund fehlender Vitamine und Nährstoffe während der Schwangerschaft eher nicht geraten wird. Also Augen auf beim Shopping!
Tierische Erzeugnisse
Was Eier betrifft, so gilt die Faustregel, dass zwei bis drei hart gekochte Eier pro Woche viel Positives während der Schwangerschaft bewirken können, während alle rohen Eierspeisen zu vermeiden sind. In der Kategorie Milch und Milcherzeugnisse gelten gemeinhin fettarme Milch und Naturjoghurt sowie Sauer- oder Buttermilch als besondere Tipps während der Schwangerschaft. Dahingegen sind vollfette Milch und Produkte wie Butter, Sahne oder Fruchtjoghurt weniger optimal, da vermehrte Einnahme Kreislaufprobleme bedingen kann. Für Fleischliebhaber gilt zudem, dass das Fleisch möglichst mager und durchgegart gegessen werden sollte. Bratenaufschnitt oder gekochter Schinken sind hier optimale Beispiele. Fette Fleischsorten wie Wurst und Leber sollten andererseits vermieden werden, sofern es geht. Dass rohes oder nicht gebratenes Fleisch von zukünftigen Müttern vermieden werden sollte, ist zudem offensichtlich. Das Gleiche gilt bei Fisch: Ist er reich an Nährstoffen und Vitaminen so wie frischer Seelachs oder Kabeljau, gibt es absolut keine Bedenken. Roher Fisch wie beim Sushi steht aber ebenso wie Austern und Shrimps auf der Roten Liste für angehende Mütter, die ihrem Nachwuchs die besten Startbedingungen für ein langes Leben bescheren wollen.
