Die Entdeckung der Geschwindigkeit –von Bobbycars bis zu Fahrrädern
19. August 2010 von JanineL

Foto: Flickr / Sven Buschbeck
Kinderfahrzeuge kommen in den unterschiedlichsten Ausführungen, für ganz verschiedene Ansprüche und so gut wie alle Altersgruppen auf den Markt. Sie werden entweder durch eigene körperliche Kraft oder mit Hilfe von Batterien und Akkus in Bewegung gesetzt. Für die jüngsten Fahrer unter uns eignen sich in erster Linie Rollfahrzeuge, denn durch die Paddelbewegung werden Muskeln sowie Koordinationsfähigkeit geschult und trainiert.
Obwohl Kinderfahrzeuge mit Batterieantrieb für die etwas Größeren konstant an Beliebtheit gewinnen, ist es noch immer das Bobbycar, mit dem sich Kleinkinder seit Jahrzehnten den Traum der rollenden Fortbewegung und der ersten eigenen Kurzreise erfüllen. Im Vergleich zu diesem Klassiker der Kinderzimmer, verblassen die Elektroautos, die bis zu 5 km/h schnell fahren können und den Kindern das Gefühl vermitteln, wie die Eltern wirklich selbst zu fahren. Denn hier ist das Spielvergnügen kaum vergleichbar mit dem Spaß, den das quietschrote Gefährt bietet.
Nichts geht über den roten Rutsch-Flitzer
Bobby Cars können schon ab dem ersten Lebensjahr genutzt werden und sind so robust gebaut, dass sie sich für Baby Touren drinnen als auch draußen eignen. Die beispiellose Erfolgsstory des knallroten Bobby-Cars begann in den 1970er-Jahren – seitdem gilt das Auto als wohl beliebtestes “Lauflernfahrzeug” oder auch “Rutschauto” weltweit, und man muss keine Kinder haben, um es zu kennen. In erster Linie soll es Kleinkindern das Laufen beibringen – doch inzwischen hat sich das klassische knallrote Bobby Car weiterentwickelt und ist sowohl in anderen Farben, als auch mit Zusatzspielzeug erhältlich. Sage und Schreibe 16 Millionen dieser Kinderrutsch-Autos sind bis zum heutigen Tag gebaut worden – eindeutiger Rekord in Sachen Kinderfahrzeuge! Nur der selbst gebaute Bollerwagen kann da eventuell noch mithalten.
Wenn aus vier Rädern zwei werden
Doch Kinder wachsen schnell, und es dauert nicht lange, da können sie nicht nur laufen, sondern möchten noch mehr: Der Zeitpunkt für ein zweirädriges Fahrzeug ist gekommen. Hier bieten sich beispielsweise auch Tretroller als beliebte Fortbewegungsmittel an, und ab dem Alter von rund drei Jahren können bereits Spielräder benutzt werden. Und zwar genauso lange, bis mit der Einschulung das erste wirkliche Kinderfahrrad verlangt wird. Diese Kinderstraßenräder sind in der Regel in einer Größe von 20 bis 24 Zoll zu erwerben und richten sich an die Altersgruppe zwischen sechs und acht Jahren. Erstaunlich die Auswahl, die hier geboten wird: Wie bei Fahrrädern für Erwachsene, kann die Entscheidung zwischen Mountainbikes, Trekkingrädern oder auch einem City-Rad mit Stützen als geeignetem Drahtesel für den Nachwuchs getroffen werden.
Beim Kauf von Kinderfahrzeugen jeglicher Art sollte insbesondere auf die Sicherheit des Modells geachtet werden. So sollte ebenso die Größe des Fahrrads dem Kind angepasst sein, wie eine Ausstattung mit Klingel, Speichen- und Pedalreflektoren ein absolutes Muss darstellt. Vorder- und Rücklichter, zwei unabhängig voneinander operierende Bremsen – schon steht einem Familienausflug auf jeweils zwei Rädern nichts mehr im Wege!
