Kindgerechte Computerspiele: Worauf sollte man als Eltern achten?
21. Dezember 2011 von Redaktion
Fast jedes Kind liebt Computerspiele. Doch diese Faszination bringt viele Eltern in eine problematische Lage: Werden die Altersbeschränkungen angemessen eingesetzt oder hat Ihr Kind Zugang zu Spielen, die ihm schaden? Sollten Sie diese Faszination überhaupt unterstützen oder schadet jedes Computerspiel ihrem Kind? Ein Thema, über dass sich viele Eltern streiten.
Alterskennzeichnungen und deren Richtlinien
In Deutschland ist die USK, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle zuständig für die Prüfung und Einstufung von Computerspielen. Sie entscheidet im Jahr über mehrere Tausend eingereichte Spiele, welche von Mitarbeitern durchgespielt werden, um einen neutralen Bericht erstellen zu können. Dieser sogenannte Sichter übergibt seine Erkenntnisse – die noch keine Bewertung enthalten – einem Prüfgremium, welches aus Jugendsachverständigen besteht. Diese ordnen das Spiel in eine der Alterskategorien ein und erstellen ein zusätzliches, ausführliches Gutachten. So wird grundsätzlich gewährleistet, dass Eltern leicht erfahren können, ob ein Spiel für ihr Kind geeignet ist – daher sollten Sie zunächst darauf achten, dass Ihr Kind auch nicht über Umwege an Spiele mit einer zu hohen Alterskennzeichnung gelangt.
Was man als Elternteil beachten sollte
Obwohl die Bewertungen der USK mit sehr viel Vorsicht abgegeben werden, möchten die meisten Eltern sich natürlich auch selbst vergewissern, dass ihre Kinder nur angemessene Computerspiele spielen. Manche interessierte Eltern spielen die Computerspiele ihres Kindes einfach selbst und stellen so nicht nur einen Kontakt her, sondern können deren Eignung für ihr Kind auch direkt beurteilen. Außerdem können natürlich Gespräche mit anderen Eltern geführt werden – auch das Internet bietet viele Informationen und Diskussionen über einzelne Computerspiele.
Zusätzlich kann das Verhalten Ihres Kindes nach dem Spielen viel über ein Computerspiel aussagen. Ist es aggressiv oder zeigt andere negative Veränderungen, so ist es wahrscheinlich, dass das Spiel einen negativen Einfluss hat. In diesem Fall sind vielleicht richtige Spielzeuge wie die Angebote von Playmobil eine bessere Alternative für Ihr Kind.
Insgesamt bieten die Einstufungen der USK Ihnen eine gute Grundlage, auf der Sie Ihre Entscheidungen bauen können. Trotzdem hat ein Computerspiel auf jedes Kind einen anderen Einfluss, daher sollten Sie Ihr Kind bei und nach dem Spielen besonders beobachten und gegebenenfalls handeln, auch wenn das Spiel laut der USK für Ihr Kind geeignet ist.
Bild: Monkey Island von Robert Agthe, CC-BY
