Hinweise zum Wickeln des Babys
22. Juli 2010 von JanineL
Viele junge Eltern haben großen Respekt vor dem Wechsel der Windeln. Dabei ist es eine reine Übungssache, nach wenigen Malen hat man bereits den Dreh raus, und es geht ganz schnell.
Eine Wickelkommode erweist sich als sehr praktisch, aber ist keine zwingende Notwendigkeit. Auf dem Bett oder einem Tisch kann das Baby ebenfalls gewickelt werden. Damit der Nachwuchs nicht zu frieren beginnt, loht es sich zudem, mit einer Wärmelampe den Wickelbereich anzustrahlen. Ansonsten gibt es nicht viel bezüglich der Pflegemittel und der Durchführung zu beachten, und man wird schneller als man glaubt zum Wickelprofi. Wichtig ist insbesondere, dass das Neugeborene regelmäßig gewickelt wird. Je jünger das Kind ist, desto häufiger müssen die Windeln gewechselt werden. In der Regel sollte die Reinigungsprozedur nach jedem Stuhlgang sowie vor und nach jeder Mahlzeit durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen darf man das Neugeborene nie auf dem Wickeltisch alleine liegen lassen, da es schnell herunterfallen kann. Am besten, man hat immer eine Hand am Baby.
Vorbereitung
Der Wickelbereich sollte mit einer weichen Matte und einem Handtuch ausgestattet sein. Alle benötigten Utensilien sollten jederzeit griffbereit zur Verfügung stehen. Hierzu zählen:
- Wechselwäsche
- Frische Windeln
- Trockene Papiertücher
- Schüssel mit warmen Wasser
- Waschlappen
- Handtücher
- Pflegecreme
- Eimer für gebrauchte Windel
Bevor man nun mit dem Wickeln anfängt, sollte man das Hände waschen nicht vergessen und gegebenenfalls seine Ringe ab- und den Telefonhörer neben den Wickeltisch legen.
Windeln wechseln
Als erstes muss das Baby ausgezogen oder der Strampler unten geöffnet werden. Daher erweist es sich als vorteilhaft, Babykleidung zu kaufen, die schnell und leicht abgelegt oder auf- und zugeknöpft werden kann. Wenn der erste Schritt geschafft ist, muss das Kind auf seinen Rücken gelegt und die Windel vorsichtig geöffnet werden. Falls sich nur Urin in der Windel befindet, kann diese sofort weggeschmissen werden. Ansonsten eignet sich der obere, saubere Windelteil zum Wegwischen des gröbsten Schmutzes am Kinderpopo. Zum Säubern mit einem trockenen Tuch oder Baby Pflegetuch ist eine hüftschonende Grifftechnik zu beachten. Eines der Beine wird am Oberschenkel etwas hoch gehoben, das andere liegt auf dem Arm des durchführenden Elternteils. Die wichtigste Faustregel hierbei ist das Wischen von vorne nach hinten. Vor allem im Genitalbereich ist beim Wickeln äußerste Vorsicht geboten, und Stuhlgang sollte dort nur durch vorsichtiges Abtupfen entfernt werden. Im Anschluss wird mit einem feuchten Waschlappen nachgereinigt. Danach muss das Baby ordentlich abgetrocknet werden, und bei Bedarf wird etwas Pflegecreme aufgetragen. Beim Anlegen der frischen Windel platziert man diese unter dem Baby und achtet darauf, dass das Klebebund nach unten zeigt. Die Windel sollte nicht all zu fest anliegen, damit nichts kneift – aber aus vorstellbaren Gründen auch nicht rutschen. Nun kann man sein Baby schon wieder anziehen: Es ist geschafft, und weitere angenehme Stunden liegen vor einem – bis zum nächsten Windelwechsel!


Eine sehr schöne Zusammenfassung, die hoffentlich auch vielen Vätern das Wickeln des eigenen Kindes näherbringt.
Für alle, die kein Rückenleiden haben, kann ich noch empfehlen, statt der Wickelkommode den Fußboden zu nehmen – wo es keine Tiefe gibt, kann selbst ein wild strampelndes Kind im schlimmsten Fall nicht runterfallen…